Das Kongo-Gräuel

- Die Kongogräuel waren schwere Verbrechen, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts im Kongo-Freistaat begangen wurden. Das Gebiet gehörte damals nicht Belgien, sondern persönlich dem belgischen König Leopold II.
- Die Bevölkerung wurde gezwungen, Kautschuk und andere Rohstoffe zu sammeln. Wer die Arbeitsquoten nicht erfüllte, wurde schwer bestraft. Vielen Menschen wurden Hände abgeschlagen. Es kam zu Gewalt, Verstümmelungen, Folter und Tötungen. Viele Menschen starben außerdem an Hunger, Krankheiten und den Folgen der Zwangsarbeit.
- Internationale Berichte machten die Verbrechen bekannt. Deshalb musste Leopold II. den Kongo 1908 an den belgischen Staat abgeben.
- Historiker schätzen, dass während der Herrschaft Leopolds II. möglicherweise über zehn Millionen Menschen starben.
Das Kongo-Gräuel gilt als eines der schwersten Verbrechen der Kolonialgeschichte.