Formen des Imperialismus
Wirtschaftlicher Imperialismus
Der wichtigste Grund für den Imperialismus im Kongo war die wirtschaftliche Ausbeutung.
Besonders wichtig war Kautschuk, weil dieser in Europa durch die Erfindung des Luftreifens sehr wertvoll wurde.
Die Menschen mussten Zwangsarbeit leisten und grosse Mengen Kautschuk liefern.
Folgen:
- Ausbeutung der Bevölkerung
Die Menschen mussten unter Gewalt Rohstoffe fördern, die in Europa verkauft wurden. Wer nicht so arbeitete, wie der König es wollte, wurde schwer bestraft, unter anderem dadurch, dass einem die Hände abgeschlagen wurden.
- Armut
Die einheimische Bevölkerung, beziehungsweise die Zwangsarbeiter, profitierten kaum von den erwirtschafteten Gewinnen, da Belgien sie für sich beanspruchte.
- Grosse Gewinne für Belgien
Belgien benutzte die grosse Menge an Rohstoffen aus dem Kongo für seine eigene Industrie. Die kongolesischen Arbeiter beschafften die Rohstoffe, jedoch floss das gewonnene Geld nach Europa.
- Wirtschaftliche Abhängigkeit
Da die meisten Rohstoffe nach Europa transportiert wurden, wurde im Kongo keine eigene Industrie aufgebaut. Deshalb war er wirtschaftlich abhängig.
Politischer Imperialismus
Leopold II. kontrollierte den gesamten Kongo. Die Bevölkerung hatte keine politischen Rechte.
Europa bestimmte über afrikanische Gebiete und deren Zukunft.
Folgen:
- Fremdherrschaft
Der Kongo wurde von König Leopold II. und später von Belgien regiert. Die Kongolesen hatten kaum Einfluss auf politische Entscheidungen.
- Verlust der Selbstbestimmung
Die Bevölkerung konnte nicht selbst über ihr Land, ihre Regierung oder ihre Zukunft entscheiden. Wichtige Entscheidungen wurden in Europa getroffen.
- Politische Probleme bis heute
Die Kolonialherrschaft hinterliess schwache politische Strukturen.
Militärischer Imperialismus
Die Herrschaft wurde mit Gewalt durchgesetzt.
Die "Force Publique" kontrollierte die Bevölkerung. Wer nicht genug arbeitete, wurde bestraft.
Folgen:
- Angst und Terror
- Gewalt und Verstümmelungen
- Millionen tote
